Hochzeit – perfekt geplant ist halb gewonnen!
Der schönste Tag im Leben will gut vorbereitet sein, denn selbst wenn die Brautleute das Projekt Heirat mit größter Akribie in’s Auge gefasst haben und alles en detail geplant haben, so können immer noch allerhand kleine Pannen passieren, die das Geschehen dann zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Nach dem traditionellen Heiratsantrag kommen allerhand neue Aufgaben auf die Brautleute zu und vor allem auch eine Menge an Kosten, denn eine gelungene Hochzeitsfeier ist nicht nur ein großer Aufwand an sorgfältiger Planung, sondern auch ein Batzen an Ausgaben rund um Brautpaar, Hochzeitsfeier, Standesamt und Kirche.
Checkliste und Hochzeitsterminkalender
Eine nützliche Erfindung ist der Hochzeitsterminkalender, eine kleine Agenda mit dem notwendigen Platz zum Eintragen aller Erledigungslisten, aller einzuladenden Gäste und der Termine und Vorbereitungsaktionen. Solange die Heirat nicht drängt, weil der Nachwuchs sich vorzeitig angekündigt hat, empfiehlt es sich, dem Brautpaar ein paar Monate Zeit für die gelungene Planung zu gönnen, damit das Hochzeitsfest auch jedem Hochzeitsgast und nicht nur den Brautleuten in zauberhafter Erinnerung bleibt. Zuallererst müssen die Termine und der Ablauf der standesamtlichen Trauung auf dem Standesamt der Wahl mit einem Standesbeamten in aller Ruhe abgestimmt werden, denn Standesbeamte haben viel Erfahrung, welcher Rahmen und welche Worte jeweils zu einem Brautpaar passen und geben dem Brautpaar für die standesamtliche Hochzeit gern ein paar Tipps. Vor allen Dingen müssen die beiden Trauzeugen festgelegt sein und die entsprechenden Dokumente zum Termin vorliegen, was bei Brautleuten aus verschiedenen Nationen wegen der Urkundenbeschaffung etwas aufwendiger sein kann. Der Standesbeamte wird vorab auch über das Namensrecht aufklären, damit nicht in letzter Minute Diskussionen über die Namensführung der Eheleute auftauchen. Natürlich wird sich das Brautpaar auch beim örtlichen Pfarrer von der Kirche vorstellen, in der die Trauung dann stattfinden soll, um dort über den vorbereitenden Brautunterrricht und den Ablauf der kirchlichen Trauung Näheres zu erfahren und die Details mit dem Pfarrer abzustimmen. Auch die Wahl der Musik für die Kirche, ob mit oder ohne Solisten, Chor oder Zusatzinstrumente ist mit dem zuständigen Organisten zu besprechen.
Hochzeitsfeier, Hochzeitsgäste und Geschenke
Haben Braut und Bräutigam dann alle Termine fest im Kalender stehen, beginnt die eigentliche Vorbereitung der Festlichkeit. Nun heißt es, alle Gäste mit Namen in einer Checkliste im Hochzeitsterminkalender zu sammeln und dazu eine Checkliste mit den zu erledigenden Aufgaben und eine weitere Liste mit Geschenkwünschen anzufertigen, die den Hochzeitsgästen dann mit der Einladung angekündigt werden kann.
Die Räume für die Feierlichkeiten müssen nun je nach Personenzahl und geplantem Budget sorgfältig ausgewählt werden. Auch ist dabei wichtig, dass das Ambiente dem Brautpaar gefällt und auch zur Hochzeitsgesellschaft passt. Der schönste Tag im Leben sollte schon ein unvergeßliches Erlebnis werden und einen besonders romantischen Rahmen bekommen.Schön ist, wenn das Essen an langen Tischen in einem gemütlcihen Saal aufgetischt wird und nebenan in lockerer Atmosphäre noch das Tanzbein geschwungen werden darf.
Manche Städte wie z. B. Köln bieten für Hochzeitsgesellschaften wunderschöne historische Räume. Die Rentkammer im historischen Kölner Rathaus mit den gotischen Spitzbögen aus hellem Sandstein und der Turmkeller sind für Trauungen wie geschaffen oder der etwas moderner gestaltete, farbenfrohe spanische Bau mit den roten Sesseln und schlichten Glastischen für die lebenslängliche Unterschrift. Wer es rustikal mag und eine große Gesellschaft mitbringt, wählt den Fronhof oder das Landhaus Kuckuck für mehrere hundert Gäste. Ganz große festliche Hochzeitsgesellschaften dinieren im Isabellensaal auf royalblauen Stühlen in den fürstlichen Gemächern, die mit Wandteppichen behangen sind. Dorthin kommt sogar der Standesbeamte persönlich, wenn das Brautpaar das so vereinbart hat.
Nur den Pfarrer wird man in Köln nicht aus dem Dom herauslocken können, das würde auch anderswo gegen die Tradition verstoßen. Sobald die Räumlichkeiten für das Hochzeitsfest bekannt sind, geht es ans Auswählen des Hochzeitsmenus und der Hochzeitstorte, die natürlich von Braut und Bräutigam am wichtigsten Tag gemeinsam angeschnitten werden muss. Ein Vier- bis Fünf-Gänge-Menu will sorgfältig überlegt sein, doch in der Regel hilft einem bei der Qual der Wahl der Koch des Restaurants in Zusammenarbeit mit dem Veranstaltungsservice.
Ein weitere Punkt auf der Tagesordnung sind die Spiele, die den Gästen zur Unterhaltung dargeboten werden oder auch alte Hochzeitsbräuche, die wieder aufleben dürfen. Das Internet bietet auch dazu allerhand gute Ideen und Vorschläge.
Hochzeitskleid, Smoking und Trauringe
Ein angenehmer Teil der Hochzeitsvorbereitungen ist die gemeinsame Auswahl der Trauringe und der festlichen Kleidung. Es ist schnell entschieden, ob der Bräutigam lieber im Cut oder Smoking oder in einem schlichten Anzug heiratet, während die Braut natürlich etwas länger in Katalogen, Onlineshops und den entsprechenden Brautmodengeschäften schwelgt, bis sie das passende weiße oder champagnerfarbene Brautkleid für die Kirche und ein hübsches Kostüm mit passenden eleganten Pumps für das Standesamt gefunden hat. Sogar am Hochzeitszubehör zum Brautkleid wie das süße Darunter von Strümpfen mit Spitzenabschluss, Strumpfband, Corsage und langen weißen Handschuhen ist in Internetshops in reicher Auswahl erhältlich und ein junges Paar, das noch am Beginn der beruflichen Karriere steht, muss sich keineswegs schämen, auf ebay nach einem gebrauchten Brautkleid mit Schleier Ausschau zu halten. Die meisten sind nur einmal getragen, frisch gereinigt und für einen günstigen Preis erhältlich, auch wenn sie zuvor an die 2.000 Euro gekostet haben. Da lohnt es sich schon, einmal nach einem Schnäppchen zu schauen.
Einladungen, Dokumentation und Flitterwochen
Haben die Brautleute schließlich an alles gedacht für die Heirat, so sind die Hochzeitskarten auszuwählen mit einem hübschen Motiv auf der Einladung und passendem Text dazu. Auch die Danksagung ist mit zu planen. Selbstverständlich dürfen nach alter Tradition die Rede des Bräutigams und die Segensworte des Brautvaters nicht fehlen. Sind beide nicht so wortgewandt, müssen sie die Hausaufgabe machen, die Worte schriftlich abzufassen und auswendig zu lernen.
Wünscht sich das Brautpaar ein persönliches Motiv für die Einladungen, so gibt es auch online bei Internetdruckereien große Auswahl und das Foto kann gleich dort hochgeladen und zurechtgeschnitten werden. Auch darf man den Gästen mitteilen, ob man sich über ein Gedicht, allerhand lustige Sprüche oder andere kleine Einlagen auf der Hochzeitsfeier freut und, ob eine Hochzeitszeitung geplant ist, denn dazu sollen ja die Verwandten und Bekannten tüchtig mit beitragen. Nicht zuletzt kümmert sich der Bräutigam dann noch darum, dass er für den Brautstrauß die bevorzugten Blumen für seine Angebetete bestellt, denn das Bukett soll natürlich auch mit auf die Hochzeitsbilder vom Fotografen kommen. Trotzdem lohnt es sich, Freunde zu bitten, auf auf der Hochzeit zu fotografieren oder sogar ein Video vom schönsten Tag des Lebens zu machen, das sich die Brautleute sicherlich hinterher noch gern anschauen.
Sobald sich die frischgebackenen Eheleute dann die Hand zum Bund für’s Leben gereicht haben und die Gäste bei gutem Essen und einem edlen Tropfen in ausgelassener Stimmung feiern, haben die jung vermählten Brautleute sich die Fahrt mit der mit Blumen geschmückten Luxuslimousine in die Flitterwochen rundherum verdient nach dem Vorbereitungsschweiß.